Wahlen

Geering und Heuberger gewählt, zweiter Wahlgang um Stadtpräsidium

Die Mitte und die FDP dürfen bei den gestrigen Stadtratswahlen einen Erfolg feiern. Urs Glättli kann trotz gutem Resultat den Sitz der GLP nicht verteidigen. Kaspar Bopp und Stefan Fritschi liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Nachfolge von Mike Künzle.

Stadtrat
Das ist Winterthurs neuer Stadtrat (Bild: Nick Eichmann) (Bild: Nick Eichmann)

Winterthur hat eine Regierung. Andreas Geering (Die Mitte) und Romana Heuberger schaffen den Sprung in den Stadtrat. Urs Glättli von der GLP erreicht zwar das absolute Mehr, fällt aber als überzähliger aus. Der Grund für dieses Reultat sieht er in der «Grosswetterlage». Das Resultat zeige die Polarisierung – die Polparteien SVP und SP haben beide zugelegt. Zudem habe das Thema Klima an Bedeutung verloren. Das zeige sich auch daran, dass die Grünen Verluste einfuhren.

«Jetzt gehen wir feiern!»

Romana Heuberger, Stadträtin für die FDP

Der verlorene Stadtratssitz der GLP geht an die FDP, für die Romana Heuberger in ihrem dritten Anlauf in die Exekutive einzieht. Vor vier Jahren war sie in Glättlis Position. Was hat gestern den Unterschied gemacht? «Tausend Stimmen», sagt Heuberger nach der Wahl lachend. Übernimmt Heuberger nun das Departement für Sicherheit und Umwelt der abgetretenen Katrin Cometta? Das müsse sich noch zeigen, sagt Heuberger. Sie werde aber alle Aufgaben demütig und mit vollem Elan annehmen. «Aber jetzt gehen wir zuerst feiern.»

Die Fussstapfen von Mike Künzle seien gross, sagte der Wahlkampfleiter der Mitte, Chris Bauer, gestern Abend im Superblock. Zu diesem Zeitpunkt waren noch nicht alle Wahlkreise ausgezählt. Dreissig Minuten später war klar, dass sein Kandidat, Andreas Geering, in diese grossen Fussstapfen tritt. Mit seinem Rucksack an Fähigkeiten passe er eigentlich in jedes Departement, sagt Geering. Die Verteilung der Departemente sei die erste grosse «ausjassete». Das freigewordene Departement für Sicherheit und Umwelt läge mit seiner Erfahrung im Sicherheitsbereich aber natürlich auf der Hand. Im Wahlkampf hatte sich Geering mit Heuberger, Fritsch und Hartmann zusammengetan. Er hoffe, dass dieses Ticket nun auch im Kampf um das Stadtpräsidium nochmals zusammenkomme. Denn dort kam es gestern noch zu keiner Entscheidung.

«Ich schätze meine Wahlchancen jetzt gleich ein, wie zuvor: 50/50.»

Stefan Fritschi, Stadtpräsidentschaftskandidat für die FDP

In dieser Angelegenheit wird Stefan Fritschi allerdings ein Wort mitreden. Er wurde mit dem besten Resultat in den Stadtrat gewählt. «Ich schätze meine Wahlchancen jetzt gleich ein, wie zuvor: 50/50.» Eine entscheidende Rolle werden die Wähler:innen spielen, die gestern weder Fritschi, noch Bopp auf dem Zettel hatten. Über 2700 Stimmen entfielen auf Dritte. Die nächste Wahl sei weniger kompliziert, sagt Fritschi, da der Name nur noch einmal aufgeschrieben werden müsse. «Meine Chancen sind intakt.» Der zweite Wahlgang zum Stadtpräsidenten findet am 10. Mai statt.

WNTI-Portrait-Sebastian-Galli

Seba studiert in Winti Journalismus, weiss wie man ein Bier zapft, verbringt seine Wochenenden gerne auf der Schützi und kennt in Winti allerhand spannende Figuren. Seba ist ein Urwinterthurer, aufgewachsen ist er in Veltheim. Nur eines fehlt ihm für den Winti-Ritterschlag: Geboren ist er im Triemli in Zürich.

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