In eigener Sache

Dank dir: Der Wintibrief erneuert sich.

Neu siehst du auf den ersten Blick, worüber du heute im Wintibrief liest, und wir beginnen die Arbeit mit einem Winterthurer Korrektorat. Andere Ideen haben es (noch) nicht bis in die Umsetzung geschafft.

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Von links nach rechts: Simon Jacoby und Elio Donauer (Verleger, tsüri.ch), Gioia Jöhri, Kiino Schoch, Marit Langschwager, Sebastian Galli (Redaktion), Nick Eichmann (Verlag), Maria Wyler (Redaktion), Luisa Schmidt, Melanie Widmer (Verlag), Karin Landolt (Beirat), Tizian Schöni (Redaktion). (Bild: Nick Eichmann)

Vor fast genau einem Jahr ist WNTI gestartet. Noch nicht für dich ‒ als Leser:in hast du das erste Mal am 11. April Post von uns bekommen. Aber am 28. Februar 2025 hat sich diese Redaktion zum ersten Mal getroffen. Wir haben uns bei Pasta und Bier zusammengesetzt und Ideen für den «Wintibrief» ausgetauscht. Auf sie folgte das Design, dann ein Probelauf über zwei Wochen mit «Nullnummern», also nicht veröffentlichten Ausgaben. Und dann gings los.

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Verlag und Redaktion besprachen an einer gemeinsamen Retraite im Januar ihre Ziele. (Bild: Nick Eichmann)

Nun, nach einem Jahr, traf sich das ganze Team für einen Tag. Was selten genug vorkommt, weil praktisch alle unserer Teammitglieder in 20- bis 40-Prozent-Pensen arbeiten. Wir wälzten gesammelte Ideen, Verbesserungsvorschläge von Lesenden und Rückmeldungen aus den zahlreichen Blattkritiken auf Post-its. Daraus wurden verschiedene Ziele, die wir in den nächsten Monaten und Jahren angehen möchten. Ein paar von ihnen können wir aber jetzt schon ‒ pünktlich zu unserem Ein-Jahres-Jubiläum ‒ präsentieren.

Alle Leckerbissen auf einen Blick

Am Anfang stand unsere Lesenden-Umfrage. Mit ihr fragen wir jeweils zwei Wochen nach dem Abonnieren des Wintibriefs, welche Formate sie bei uns am liebsten lesen.

Lesenden-Umfrage «Was liest du am liebsten»_1600px - 1
(Bild: WNTI)

Dabei stellte sich heraus: Obwohl wir den «Aufmacher», also die Titelgeschichte, zuoberst platzieren und wir als Autor:innen jeweils direkt von der Begrüssung in den Text einsteigen, wird er etwas weniger gern gelesen als die Meldungen und Informationen in unserer Kurzrubrik «Was lauft».

Der Grund ist offensichtlich: Anders als grosse Redaktionen präsentieren wir pro Tag nur einen Text. Das Portrait des Fussballers gefällt dem Sportmuffel nun mal weniger, und die Kulturliebhaberin langweilt sich vielleicht an einer Mini-Reportage über das Tierheim Rosenberg.

Deshalb wagen wir einen Schritt zurück, hin zu einem Menu. Bei klassischen Tageszeitungen ist das die Frontseite. Auf ihr sind verschiedene «Anrisse» zu finden, kleine Leseangebote, um in die Texte (Lesen Sie mehr auf Seite 3) einzusteigen.

Diese Anrisse bieten wir neu in Form eines Inhaltsverzeichnisses an. Die Häppchen sollen Lesenden einen Überblick verschaffen ‒ denn schliesslich sind die Newsletter im Schnitt 8000 bis 10'000 Zeichen lang. Und jetzt kommt das grosse Plus zur Tageszeitung: Je nachdem, in welchem Programm du den Newsletter liest, sind die Anker-Links sogar klickbar und führen direkt zum referenzierten Text.

Unsere «Aufmacher» erhalten einen eigenen Titel und Lead. So sind sie als klare Einheit erkennbar und es wird für uns leichter, auch mal an einem Tag zwei grosse Texte zu bringen. Auch die Kurznews in der Rubrik «Was lauft» haben wir überarbeitet, damit Bilder und Zwischenformate (über 600 Zeichen, aber unter 1000) dort hineinpassen.

Kolumnen ‒ ein Kommen und Gehen

Zwei Kolumnen «Kraftorte» von Martin Frischknecht und «Florian ficht flotte Verse» von Florian Gosteli beenden wir nach einem Jahr. Weiter schreibt die «Stadttaube» mit ihrem kritischen Ohr in den Gassen der Stadt und das Historiker:innen-Netzwerk mit «Geschichte vor Ort». Viele Kolumnist:innen haben sich schon bei uns gemeldet, wir lassen uns aber noch Zeit mit dem Entscheid. Hast du einen besonderen Wunsch? Dann teile ihn uns in den Kommentaren mit.

Ideen, die es nicht geschafft haben

Natürlich haben wir für dieses Jahr noch mehr Neues in der Pipeline ‒ was, wollen wir allerdings noch nicht verraten. Aber wir können sagen, was es nicht geschafft hat.

Die Kleinanzeigen-Plattform, ein Veranstaltungskalender, der vorgelesene Newsletter ‒ viele Ideen aus der Leser:innenschaft haben uns im vergangenen Jahr erreicht. Zweimal wurde uns sogar nahegelegt, Todesanzeigen oder bezahlte Nachrufe in den Newsletter mit aufzunehmen. Das Verdikt der Redaktion war jedoch eindeutig: Für solche Sprünge ist es zu früh. Auch über einen weiteren Newsletter dachten wir nach: Ein ganz neues Format (Kulturbrief?), ein Wochenüberblick, ein gezieltes Nachfassen bei Geschichten, die sich in der Zwischenzeit entwickelt haben? Sie alle bestachen aus verschiedenen Gründen nicht ‒ und einem gemeinsamen. Es fehlen die Ressourcen für mehr Output. Noch.

Wir wachsen ‒ langsam

Uns lesen heute schon doppelt so viele Menschen wie noch vor einem Jahr ‒ rund 6500 Personen versenden wir täglich unseren Newsletter. Bei unseren Mitgliederzahlen geht es etwas gemächlicher. Im Schnitt kommt jeden Tag ein neues WNTI-Mitglied hinzu. Aber wir wachsen. Und das heisst für dich: Du erhältst langsam, aber sicher immer mehr Lokaljournalismus aus Winterthur.

Unter einer Bedingung: Unsere bestehenden Mitglieder müssen uns weiterhin unterstützen. Jetzt, im März, erneuern sich vier Fünftel unserer Mitgliedschaften. Vielen Dank, dass du uns ein weiteres Jahr treu bleibst. Und für dich, wenn du noch nicht Mitglied bist: Danke, dass du es wirst.

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WNTI-Portrait-Tizian-Schoeni

Wie die meisten Journalist:innen in Winterthur studierte auch Tizian an der ZHAW. Anders als die meisten aber begann er in der Kommunikation, bevor ihn der Journalismus rief. Nach fünf Jahren bei Zuriga startete Tizian bei der Andelfinger Zeitung in den Lokaljournalismus.

Doch bereits nach zweieinhalb Jahren zog es ihn weiter. Allerdings nicht, weil er die Passion für die journalistische Paradedisziplin verloren hatte, im Gegenteil. Als Mitgründer und Chefredakteur von WNTI, macht er jetzt das, was "Winti Chinde" am besten können – über ihre Stadt erzählen.

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